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Mein Setup-Review: Welche Golf-Apps und digitalen Tools ich als UX Designerin wirklich nutze

AriaAria
7 Min. Lesezeit

Ich sitze den ganzen Tag vor dem Laptop und beurteile, ob Interfaces funktionieren. Kein Wunder, dass ich Golf-Apps mit anderen Augen sehe als die meisten. Hier ist mein ehrlicher Test – was ich behalte, was ich gelöscht habe und warum.

Ich verbringe meinen Arbeitstag damit, zu beurteilen, ob digitale Produkte funktionieren. Ob ein Button am richtigen Ort sitzt. Ob ein Flow intuitiv ist. Ob ein Interface dem Nutzer das Leben erleichtert oder ihn heimlich wahnsinnig macht.

Dann gehe ich auf den Golfplatz – und plötzlich bin ich Nutzerin. Ausgeliefert dem Interface-Design anderer Leute.

Das ist eine interessante Erfahrung.

Aria am Laptop in ihrer Wohnung in Prenzlauer Berg, Leinenbluse, Designbuch neben dem Rechner

Ich habe in den letzten zwei Jahren vermutlich jede Golf-App ausprobiert, die man im deutschen App Store findet. Manche waren so schlecht gebaut, dass ich schon beim Onboarding aufgehört habe. Manche hab ich täglich genutzt. Hier ist mein ehrlicher, etwas berufsbedingter Überblick.


Warum Golf-Apps für Handicap-18-Spielerinnen wie mich besonders wichtig sind

Kurze Einordnung: Ich bin kein Pro. Mein Handicap ist 18, ich werde besser, aber ich bin noch weit davon entfernt, Distanzen aus dem Bauch zu kennen. Ich weiß nicht instinktiv, dass der Baum links 147 Meter weg ist. Ich weiß nicht, ob ich mit einem 7-Eisen oder einem 6-Eisen auf das Grün komme.

Genau deshalb sind digitale Tools für mich nicht nice-to-have, sondern echte Entscheidungshilfen auf dem Platz. Sie ersetzen kein Gefühl für das Spiel – aber sie geben mir die Daten, mit denen ich klügere Entscheidungen treffen kann.


Die Apps, die ich wirklich nutze

1. Golfshot – mein täglicher Begleiter

Golfshot ist die App, die ich am häufigsten öffne. Nicht weil sie am schönsten aussieht – das tut sie nur so mittelprächtig –, sondern weil sie funktioniert wie sie soll.

Was mich überzeugt:

  • GPS-Distanzen zu Fahne, Vorderkante, Hinterkante – verlässlich und schnell
  • Scorecard direkt in der App führen, ohne Bleistift zu suchen
  • Statistiken, die mir nach der Runde zeigen, wo ich wirklich Probleme habe (Spoiler: Annäherung. Immer Annäherung.)
  • Offline-Karten für viele deutsche Plätze – kein Datenroaming-Drama

Was nervt:

  • Das UI ist nicht besonders elegant. Für jemanden, der täglich mit Figma arbeitet, ist das wie Kreide an der Tafel.
  • Die kostenlose Version ist sehr eingeschränkt. Das Abo liegt bei ca. 30 Euro pro Jahr – vertretbar.

Mein Tipp: Lade die Platz-Karte schon zu Hause herunter, nicht auf dem Parkplatz mit einem Bar Empfang.


2. Hole19 – für die, die Zahlen lieben

Hole19 ist das, was Golfshot gerne wäre, wenn es mehr auf Design achten würde. Die Oberfläche ist aufgeräumter, die Statistik-Ansichten sind besser strukturiert.

Was mich überzeugt:

  • Schöne Visualisierung der Schlaglängen über die Zeit
  • Gute Community-Features, falls man seinen Score teilen möchte
  • Apple Watch Integration funktioniert gut

Was nervt:

  • Das Premium-Abo ist teurer und einige Features fühlen sich wie künstlich eingesperrte Basics an
  • Beim ersten Öffnen auf einem neuen Platz gab es bei mir zweimal Ladeprobleme

Für wen geeignet: Wer seine Daten liebt, Fortschritte tracken will und bereit ist, etwas mehr zu zahlen.


3. 18Birdies – unterschätzt und ehrlich

18Birdies hat mir eine Freundin empfohlen, die ebenfalls Einsteigerin ist. Was ich sofort gemocht habe: Die App fühlt sich nicht einschüchternd an. Sie erklärt, was sie anzeigt. Das ist UX-mäßig ein Unterschied wie Tag und Nacht zu einigen anderen Lösungen.

Was mich überzeugt:

  • Einsteigerfreundlicher als die Konkurrenz
  • GPS und Scorecard solide
  • Ein schöner kostenloser Funktionsumfang

Was nervt:

  • Auf meinem älteren Testgerät (iPhone X) war sie gelegentlich langsam
  • Weniger Tiefe in der Statistikanalyse als Golfshot

Das physische Gerät: Wann eine App an Grenzen stößt

Ich sage es ehrlich: Für schnelle Distanzen auf dem Platz nutze ich inzwischen öfter einen Laser-Rangefinder als mein Handy. Nicht weil die Apps schlecht wären, sondern weil ich nicht jedes Mal das Handy aus der Tasche ziehen, Display entsperren und App öffnen will. Manchmal will ich einfach draufhalten, Piep, fertig.

Einen guten Laser-Rangefinder findest du hier: Golf Laser Entfernungsmesser auf Amazon (Affiliate-Link – kleine Provision wenn du kaufst, kein Mehrpreis für dich)

Die GPS-App nutze ich dann eher für die Übersicht – wie weit ist das Hindernis, wo liegt die Fahne genau, welchen Score habe ich bisher. Das Gerät für die Punktmessung, die App für den Kontext.


Mein Laptop-Setup: Golf auch zu Hause denken

Und hier wird es für manche vielleicht überraschend: Ich nutze Golf-Tools nicht nur auf dem Platz.

An einem typischen Montag sieht mein Vormittag so aus: Schwarzer Kaffee, Laptop auf, ein Client-Call um 10. Zwischen zwei Calls öffne ich mein Golf-Dashboard in Golfshot oder schreibe mir Notizen zu meiner letzten Runde. Was hat funktioniert? Welcher Schlag war unerwartet gut? Warum bin ich auf Loch 7 immer links raus?

Das klingt vielleicht übertrieben. Aber ich bin UX Designerin. Ich denke in Systemen. Und Golf ist, wenn man es richtig angehen will, auch ein System.


Was ich mir von Golf-App-Entwicklern wünsche

Da ich beruflich in dieser Welt lebe, erlaube ich mir einen kleinen Exkurs:

Onboarding ist alles. Die Hälfte der Apps, die ich getestet habe, wirft mich direkt ins Dashboard, ohne zu erklären, was ich tue. Kein Tutorial, kein Kontext. Für Golf-Einsteiger ist das ein sofortiges Abschreckungssignal.

Weniger ist mehr. Ich muss auf dem Platz in drei Sekunden meine Distanz sehen. Nicht neun Buttons, nicht eine verschachtelte Navigation, nicht drei Werbebanner. Drei Sekunden. Zahl. Fertig.

Statistiken erklären, nicht nur anzeigen. Dass ich 67% meiner Annäherungsschläge links verfehle, ist eine Information. Was ich damit anfangen soll, ist eine andere. Die beste App wäre eine, die mir sagt: „Du spielst systematisch links – prüf dein Alignment."

Keine der Apps, die ich kenne, macht das wirklich gut. Noch nicht.


Meine Empfehlung: So findest du deine App

Profil Empfehlung
Einsteiger, will einfach starten 18Birdies (kostenlos testen)
Daten-Fan, will Fortschritt tracken Hole19 Premium
Verlässlichkeit first, Design egal Golfshot
Kombination GPS + Physik App + Laser-Rangefinder

Was ich sonst noch trage – und warum es relevant ist

Das hier ist kein reiner Tech-Post. Ich sitze beim Schreiben dieses Artikels in einer Leinenbluse – luftig, unkompliziert, genau das, was ich auch auf dem Platz an einem warmen Tag tragen würde. Der Übergang zwischen meinem Design-Alltag und dem Golf-Platz ist fließender als man denkt. Gute Ausrüstung – digital wie physisch, Kleidung wie Apps – sollte einfach funktionieren, ohne dass man daran denken muss.

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Fazit

Golf-Apps sind ein echtes Tool – wenn man die richtige wählt und weiß, wofür man sie nutzt. Als jemand, der täglich digitale Produkte bewertet, bin ich vielleicht kritischer als der Durchschnitt. Aber ich glaube: Jede Spielerin verdient eine App, die ihr wirklich hilft, statt sie zu verwirren.

Meine tägliche Kombination: Golfshot für GPS und Score, Laser-Rangefinder für schnelle Distanzen, und nach der Runde zehn Minuten Daten anschauen mit einem Kaffee, der nicht mehr heiß ist.

„Ich nehme Golf ernst. Mich selbst – eher nicht immer." Aber meine App-Wahl? Die nehme ich sehr ernst.

Welche Golf-App nutzt du? Ich bin tatsächlich neugierig – schreib's mir gerne in die Kommentare.

Themen:Golf-AppsGPS-AppsRangefinderDigitale AusrüstungGolf-TechnikEinsteiger
Aria
Verfasst von Aria

Aria ist IndiGolfs Golf-Lifestyle-Guide – UX Designerin, Handicap 18, Berlin. Immer auf der Suche nach dem nächsten großartigen Platz. Dieser Beitrag kann Affiliate-Links enthalten – wir verdienen eine kleine Provision, wenn du darüber kaufst, ohne Mehrkosten für dich.