Kein Mitglied in einem Privatclub? Kein Problem. Diese zehn öffentlichen Golfplätze in Amerika liefern echtes Weltklasse-Golf – du musst nur früh genug buchen. Als jemand, der zwischen Figma-Mockups und Abschlag-Slots jongliert, weiß ich: Planung ist alles.
Einer der schönsten Gedanken rund ums Golf: Die besten Plätze Amerikas verlangen weder einen reichen Sponsor noch eine Mitgliedschaft seit Großvaters Zeiten. Viele sind schlicht öffentlich zugänglich. Nach einer ausgiebigen Auswertung von Tausenden Spielerbewertungen, Golf Digest-Rankings und Platzdaten habe ich die zehn öffentlichen Plätze herausgearbeitet, die konstant ein Weltklasse-Erlebnis liefern.
Diese Liste bevorzugt Plätze, die ein außergewöhnliches Erlebnis im Verhältnis zur Greenfee bieten – nicht nur reine Prestige-Rankings. Kurz gesagt: Value über Glamour. Meistens.
Und ja – für uns Europäer sind das allesamt Traumziele für den nächsten großen Golf-Trip. Ich notiere sie mir zumindest schon mal im Notion-Board.
1. Pebble Beach Golf Links — Pebble Beach, Kalifornien
Greenfee: Preis variiert | Typ: Oceanfront Links | Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Keine öffentliche Platz-Liste ohne Pebble Beach. Entlang der zerklüfteten Klippen der Monterey Peninsula gelegen, hat dieser Platz sechs US Opens ausgetragen und gilt konstant als der beste öffentliche Golfplatz Amerikas.
Was ihn besonders macht: Bahnen 4 bis 10 schmiegen sich an den Pazifik – Ausblicke und Bedingungen, die es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Das Par-3 auf Bahn 7, gerade mal ~97 Meter lang, mit dem Ozean rechts und Klippen überall sonst, ist eines der meistfotografierten Löcher im Golf.
Lohnt sich der Preis? Ja – einmal. Die Greenfee beinhaltet einen Caddie und das Erlebnis, dort zu spielen, wo Nicklaus, Watson und Tiger angetreten sind. Das sollte man mindestens einmal im Golfleben gemacht haben.
Für Reisende besonders interessant: Pebble Beach lässt sich wunderbar mit dem Rest der Monterey Peninsula kombinieren – Roadtrip-Potenzial enorm.
Erinnerung fürs Regal: Pebble Beach Golf Cap (Weil man den Runde irgendwie festhalten muss)
2. Bethpage Black — Farmingdale, New York
Greenfee: Preis variiert | Typ: Parkland | Schwierigkeit: Sehr anspruchsvoll
Bethpage Black ist der Beweis, dass außergewöhnliches Golf nicht zwingend das Konto sprengen muss. Dieser im Staatsbesitz befindliche New Yorker Platz hat zwei US Opens ausgetragen (2002, 2009) und gilt weithin als der schwierigste öffentliche Platz Amerikas.
Was ihn besonders macht: Der Platz ist brutal schwer – das berühmte Schild am ersten Abschlag warnt unmissverständlich: „ACHTUNG: Der Black Course ist ein äußerst schwieriger Platz, den wir nur sehr versierten Golfern empfehlen." Das ist keine Marketingmasche. Das ist Tatsache.
Insider-Tipp: Abschlagzeiten am Wochenende erfordern oft, die Nacht zuvor auf dem Parkplatz zu verbringen. Wochentage sind deutlich entspannter zu buchen. (Ja, ich würde das wahrscheinlich trotzdem machen.)
Am besten für: Ernsthafte Golfer, die eine echte Meisterschaftsherausforderung suchen.
3. Chambers Bay — University Place, Washington
Greenfee: Preis variiert | Typ: Links-Stil | Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Gebaut auf einem ehemaligen Kiesabbaugelände mit Blick auf den Puget Sound, war Chambers Bay Schauplatz der US Open 2015 – kontrovers diskutiert, aber unvergesslich. Das wellige Terrain und das Links-Spiel sind einzigartig im pazifischen Nordwesten.
Was ihn besonders macht: Der Platz spielt sich jeden Tag anders – Schwingelgras-Fairways, minimales Rough und konstanter Wind machen Schlagauswahl und Course Management zur Hauptsache. Als UX Designerin mag ich Systeme, die sich nicht vorhersagen lassen. Dieser Platz ist definitiv keins.
4. Pasatiempo Golf Club — Santa Cruz, Kalifornien
Greenfee: Preis variiert | Typ: Parkland/Canyon | Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
Entworfen von Alister MacKenzie – demselben Architekten wie Augusta National und Cypress Point – ist Pasatiempo ein Meisterwerk, das oft unter dem Radar fliegt. MacKenzie selbst wohnte direkt neben dem Platz und nannte ihn sein liebstes Design.
Was ihn besonders macht: Die Greens sind teuflisch konturiert – die subtilen Breaks auf jedem Loch zu lesen ist wie ein Rätsel, das man nie ganz löst. Genau das, was ich an einem freien Wochenende brauche.
5. Whistling Straits — Kohler, Wisconsin
Greenfee: Preis variiert | Typ: Links-Stil | Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Pete Dye verwandelte ein ehemaliges Militärgelände am Lake Michigan in eines der dramatischsten Golferlebnisse Amerikas. Der Straits Course war viermal Schauplatz der PGA Championship, darunter Rory McIlroys Sieg 2010.
Was ihn besonders macht: Über 1.000 Bunker. Echtes Schwingelgras-Rough. Der Lake Michigan rechts auf mehreren Bahnen. Die visuelle Dramatik dieses Platzes ist im Mittleren Westen unübertroffen.
Wisconsin-Golf-Trip: Kombiniere den Besuch mit dem Irish Course (ebenfalls bei Whistling Straits) und Blackwolf Run – einer der besten Mehrtages-Golf-Trips des Landes. Für uns Europäer ein absoluter Geheimtipp-Reisedestination.
6. TPC Sawgrass (Stadium Course) — Ponte Vedra Beach, Florida
Greenfee: Preis variiert | Typ: Florida Parkland | Schwierigkeit: Anspruchsvoll
Heimat der Players Championship – oft als „fünftes Major" bezeichnet – ist TPC Sawgrass weltweit berühmt für das Island-Green-Loch 17. TPC Sawgrass zu spielen steht auf der Bucket List von Millionen Golfern.
Was ihn besonders macht: Das Island Green auf Bahn 17 (Par 3, ca. 120 Meter). Über 100.000 Bälle werden jedes Jahr aus dem See um dieses Green gefischt. Man wird höchstwahrscheinlich mindestens einmal reinhämmern. Es ist furchteinflößend. Und wunderbar.
7. Torrey Pines (South Course) — La Jolla, Kalifornien
Greenfee: Preis variiert | Typ: Küste | Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
Was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht, ist Torrey Pines South eines der besten Angebote Amerikas. Ein kommunaler Platz auf Klippen über dem Pazifik, der 2008 Tiger Woods' unvergesslichen US-Open-Sieg austrug.
Was ihn besonders macht: Die Meeresblicke, die vergleichsweise fairen Greenfees und die historische Bedeutung. San-Diego-Einwohner zahlen einen Bruchteil – für uns Reisende aus Europa ist es trotzdem ein unschlagbares Erlebnis für den Preis.
8. Bandon Dunes — Bandon, Oregon
Greenfee: Preis variiert | Typ: Links | Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll
Technisch gesehen ein Resort mit mehreren Plätzen, aber Bandon Dunes verdient unbedingt eine Erwähnung als Destination. Hoch oben an Oregons wilder Südküste gelegen, ist jeder der Plätze hier – Bandon Dunes, Pacific Dunes, Bandon Trails, Old Macdonald – außergewöhnlich.
Bester Einstieg: Pacific Dunes, entworfen von Tom Doak, wird konstant zu den besten öffentlichen Plätzen der Welt gezählt. Die Klippenpartien verschlagen einem den Atem.
Für einen Trip: Drei oder vier Tage, alle Plätze gespielt – ein Golf-Trip, über den man noch Jahrzehnte redet. Für europäische Golfbegeisterte: Das ist Oregon-Roadtrip-Material vom Feinsten.
9. Shadow Creek — Las Vegas, Nevada
Greenfee: Preis variiert | Typ: Wüste/Wald | Schwierigkeit: Mittel
Tom Fazio entwarf Shadow Creek als sein persönliches Best-of – mitten in der Nevada-Wüste gebaut, aber designed wie ein nordkarolinisches Waldland. Früher nur MGM-High-Rollern vorbehalten, ist er inzwischen über MGM-Properties öffentlich buchbar.
Was ihn besonders macht: Die extreme Künstlichkeit ist paradoxerweise sein Charme. Er sollte eigentlich nicht in der Wüste existieren. Tut er aber. Und er ist eines der schönsten Golferlebnisse des Landes. Als Designerin habe ich großen Respekt vor dem Mut, so eine Entscheidung durchzuziehen.
10. Sand Hills Golf Club — Mullen, Nebraska
Greenfee: Preis variiert (Gast oder Mitglieder-Empfehlung erforderlich) | Typ: Natürliche Links | Schwierigkeit: Mittel
Okay, dieser hier ist leicht kontrovers – Sand Hills ist technisch gesehen privat, operiert aber mit einer offenen Gast-Policy, die entschlossenen Golfern den Zugang ermöglicht. Entworfen von Bill Coore und Ben Crenshaw, ist er auf natürlichen Sandhügeln gebaut, ohne nennenswerte künstliche Gestaltung – das Land wurde einfach zu einem Golfplatz.
Warum er auf dieser Liste steht: Golfautoren und Platzarchitekten zählen ihn konstant zu den Top 5 Plätzen der Welt. Wer reinkommt, erlebt etwas einmalig Besonderes. Ein echter Unicorn unter den Golfplätzen.
Den Golf-Trip planen
Bevor du dir einen Bucket-List-Platz buchst, hier ein paar Erkenntnisse darüber, was solche Trips wirklich erfolgreich macht:
| Was buchen | Empfehlung |
|---|---|
| Hotel | Am oder direkt beim Platz übernachten – spart Morgenstress |
| Abschlagzeit | So früh wie möglich buchen – oft Monate im Voraus |
| Ausrüstung | Schläger per Versand schicken statt teure Airline-Gebühren riskieren |
| Caddie | Wenn verfügbar unbedingt nehmen – die kennen den Platz in- und auswendig |
Reise-Ausrüstung, die ich empfehle:
- Golf Bag Reisekoffer – Unverzichtbar, wenn man mit dem Flieger anreist
- Golf Entfernungsmesser – Auf unbekannten Plätzen absolut Gold wert
Öffentliches Golf in Amerika ist schlicht außergewöhnlich. Du brauchst keinen Privatclub-Zugang für Weltklasse-Golf – du musst nur früh genug buchen. Und vielleicht ein bisschen Urlaubsplanung in deinen Kalender schieben. ⛳
Welchen Platz soll ich als nächstes unter die Lupe nehmen? Schreib mir deinen Lieblings-Öffentlichplatz in die Kommentare.

Aria ist IndiGolfs Golf-Lifestyle-Guide – UX Designerin, Handicap 18, Berlin. Immer auf der Suche nach dem nächsten großartigen Platz. Dieser Beitrag kann Affiliate-Links enthalten – wir verdienen eine kleine Provision, wenn du darüber kaufst, ohne Mehrkosten für dich.
